New Mexico (March 2009)

Meine erste Vorlesung laesst mir nur wenig Zeit, so verbrachten wir die Fruehlingsferien diesmal "in der Naehe". American Airlines spendierte mal wieder ein ticket, und wir entschieden uns fuer Albuquerque und Santa Fe im Bundesstaat New Mexico. Santa Fe ist ein sehr populaerer Platz, vor allem unter Kunst- und Kulturliebenden.

Wir flogen nach Albuquerque, mieteten dort ein Auto und machten uns dann gleich auf den Weg nach Santa Fe. Die Landstrasse fuehrt durch die fast wuestenartige Landschaft

Eines der Mini-Doerfchen in dieser einsamen Gegend - ich kann mir nicht recht vorstellen, was die (den?) Bewohner dort haelt.

Gar nicht so uebel war das Doerfchen Madrid, gab es doch wenigstens eine Kneipe, in der sich die lokale Gemeinschaft der Hippies traf, und wo wir uns bei einem irischen Bier (es war St. Patrick's Day) gemuetlich umschauen konnten.

Nur ein Stuendchen von Santa Fe entfernt liegt Los Alamos. Die geheime Stadt, in der von 1943-1945 die erste Atombombe gebaut wurde. Die Stadt beherbergt noch immer ein riesiges Waffenlabor, doch wir begnuegten uns mit dem oertlichen Museum, welches uns mehrere Stunden lang gefangen hielt.

Hoffentlich verfaehrt sich hier keiner.

Modernste Technik und lang Vergangenes sind hier nah beieinander - Bandelier National Monument. Der Fruehling war gerade erst im Anmarsch, doch es war schon tuechtig warm. Das hielt uns aber nicht davon ab, die alten "Bauten" der Indianer zu erforschen.

Vulkanisches Gestein (vor allem komprimierte Asche) eignete sich hervorragend zum Hoehlenbauen.

Zwischen Bandelier und Santa Fe liegt das Staedtchen White Horse. Was fuer ein Glueck, dass wir dem unscheinbaren Schildchen zum Aussichtsplatz folgten! Im Hintergrund der Rio Grande.

Auf dem Weg von Santa Fe nach Taos stoppten wir in Chimayo, wo ein Kirchlein viele Pilger anzieht.

New Mexico ist das Land des Chili, und grosse Gebinde der feurigen Schoten zieren lokale Haeuser und Souvenierstaende.

Farbkontraste, die in der gleisenden Sonne und unglaublich klaren Luft fast schon unwirklich scheinen.

Die oft fotographierte Kirche "San Francisco de Asis" kurz vor dem Oertchen Taos.

Taos ist ein beliebter Wintersportort, hat aber auch viel Kunst zu bieten. So wie diese bronzene Indianerin, mit der ich leider nicht so recht ins Gespraech kam.

Bei herrlichem Fruehlingswetter verbrachten wir ein gemuetliches Stuendchen in einem Strassencafe mit ausgezeichneter Musik und people watching.

Die "Plaza" in Santa Fe.

Santa Fe ist der drittgroesste Kunstmarkt der USA (nach New York and Los Angeles) und man kann Tage in den vielen Gallerien verbringen. Von wunderbaren Skulpturen...

...ueber Schmuck aus einheimischen Tuerkis...

...ueber Gemaelde, Keramik und originales Trickfilmzelluloid ...

...bis hin zu magischen Windmuehlen.

Leider sind die meisten dieser Kunstwerke weit ausserhalb unserer Preisklasse, und selbst die einheimischen "Strassenverkaeufer" lassen nicht recht mit sich handeln.

So gaben wir unsere Dollars eben im Restaurant aus und konnten dabei die typischen Besucher hier ablichten - Grueppchen von meist weiblichen Kunst- und Kulturliebenden.

In einem unscheinbaren grossen Gebaeude entdeckten wir dann den wundersamsten "Laden": Eine gigantische Sammlung von arabischen Kunstwerken. Raeume voller Teppiche, Mosaike, Moebel, geschnitzter Tueren, Gefaesse, Leuchter... Ich war sprachlos. Und auf unsere Frage hin erfuhren wir vom furchteinfloessenden Inhaber, dass viele seiner Stuecke aus Afghanistan stammten...

In Santa Fe stiess unser alter Freund Sergio zu uns - hier alle zusammen vor der angeblich aeltesten Kirche in den USA.

"Der Traeumer". Leider sowohl zu groess als auch zu teuer.

Unser Abbild in einem grossen geschliffenen Kristallwuerfel.

Von Santa Fe ging es zurueck nach Albuqerque. Die Stadt wird vor allem durch ihre "Route 66" definiert. Diese Strasse zieht sich von Chicago nach Los Angeles und verkoerpert den Traum von der Fahrt durch die Weiten Amerikas.

Damals eine Eisdiele, heute eine Polizeistation.

Auf dem Wochenmarkt fanden wir vor allem Latinos - und viele gebrauchte Barbiepuppen.

Der "Hausberg" Albuquerques Sandia Crest ist ueber 10.000 Fuss hoch. Da dachten wir gleich gar nicht erst ans Klettern und nahmen stattdessen die laengste Seilbahn der Welt. Gute Wahl.

Sonnenuntergang auf dem Gipfel.

Wir hatten auf "Priceline" sehr preiswert in Zimmer im Sheraton Hotel ersteigert und ich erwischte beim Aufstehen einen Blick auf Albuquerques beruehmte Ballons. Die Stadt richtet im Sommer ein riesiges Ballonfestival aus, doch anscheinend wird schon zeitig im Jahr geuebt.

Die Flagge der USA und New Mexicos. Letztere basiert auf einem Symbol eines der vielen Indianerstaemme hier.

Von den Indianern ist nicht mehr viel uebrig... vieles nur noch in der Form von Souvenieren wie diesen "Dreamcatchers".

Indianische Figuren im Vulkangestein.

New Mexico hat allerdings noch mehrere Indianer-Reservate. Diese haben einen eigenstaendigen Status und machen deshalb ihr Geld vor allem mit Kasinos (die ansonsten in den meisten Staaten verboten sind). Einige "Pueblos" oeffnen sich auch den Touristen, so wie hier im Acoma Pueblo, oder "Sky City", auf einem atemberaubenden Tafelberg.

Blick von Sky City

Unser letztes Mittagessen genossen wir im Kasino, wo ich dann doch tatsaechlich Glueck hatte! Ein goldener Abschluss einer beeindruckenden Reise.

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