Genf-Lausanne-Bern-Grindelwald-Luzern-Zürich-Sankt Gallen-Bodensee

Während meines Heimaturlaubs in Deutschland machte ich dieses Jahr einen Abstecher in die Schweiz. Eine Schande, dass ich mir dieses Ländle bis dahin noch nicht angeschaut hatte... Auf dem Hinweg ging es von Dresden über München (Bild) nach Genf


Und hier eine Karte - links unten Genf, mein Start. Rechts oben der Bodensee, das Ende.


Auf dem Weg vom Bahnhof zum Hostel in Genf kam ich durch das französisch anmutende Bahnhofsviertel.


Ins Hostel konnte ich erst um 2 einziehen, und so verschaffte ich mir mit Sack und Pack einen ersten Eindruck vom Genfer See. Nett!


Im Stadtbad verschaffte ich mir eine willkommene Abkühlung bevor ich mich dem Tourismus hingab. Der Genfer See ist unglaublich sauber, frag mich, wie die das machen.


In der Stadt überall die Schweizer Flagge. Und natürlich Uhren wohin man schaut...


Zur Abwechslung auch mal aus Blumen. Natürlich ein beliebtes Fotomotiv.


Genf hat viele Brücken, eine davon führt über die Insel "Ile Rousseau", wo es ein Denkmal für den Denker, ein Restaurant, und gemütliche Rastplätze gibt.


Auf einer andern Insel die "Tour de l'Ile"


Die Altstadt von Genf erstreckt sich über ganz schöne Hügel...


Ha! Ein Turm der Kathedrale St. Pierre. Den Aufstieg verschob ich aber erst mal.


Überall in der Schweiz gibt es öffentliche Klos.


Guckt da einer?


Die Place du Bourg-de-Four, ein netter Ort zum Ausspannen und Leute Beobachten


Am Fusse der Altstadt, an der Mündung der Rhone in den Genfer See, liegt der Jardin Anglais. Hier gab es jeden Abend eine grosse Sommerparty mit Musik und natürlich viel (teuren) Speis und Trank.


Umsonst ist die wunderbare Aussicht auf den See.


Ich habe auf der anderen Seite des Sees gewohnt. Unweit meiner modernen und hässlichen Jugendherberge das schöne Mont Blanc Denkmal. In Genf fiel mir der grosse Anteil dunkelhäutiger Menschen auf (im Vergleich zu Deutschland). Aber das ist kein Wunder, im benachbarten Frankreich gibt es ja auch viele Einwanderer aus (vor allem Nord-) Afrika.


Unweit des Bades finden sich abends die Massen zum gleichnamigen Besäufnis ein. Eigentlich sah es ganz gesittet aus, und inmitten der Blumen ist alles gleich noch mal so schön.


Am nächsten Morgen eroberte ich den botanischen Garten. Ich stand sehr früh auf und wurde auf dem Weg mit wunderbarem Morgenlicht belohnt.


Im Garten selbst eine herrliche Blumenpracht.


Guten Morgen "Gähn"


Ein Gewachshaus gab es natürlich auch. Aber das war weniger beeindruckend als die Aussenanlagen, die nicht nur schon, sondern auch sehr informativ waren; es gab Gärten zu bestimmten Themen wie Gesundheit, Weinbau, Nutzpflanzen, etc. Und natürlich einen "Tast- und Riechgarten" für die Kleinen und Grossen.


Und ich staunte nicht schlecht, als neben dem Ententeich ein Container stand mit der Aufschrift "Nur für trockenes Brot". Und als ich reinlunsche, stapeln sich doch da drinnen tatsächlich getrocknete Brotscheiben... na das nenne ich einen Service!


Nach einem wunderbaren Vormittag im Botanischen Garten schlug ich mich zum UNO Hauptquartier durch, vorbei an Stacheldrahtzäunen, einer verbarrikadierten amerikanischen Botschaft und Baustellen. Doch dann war ich offiziell...


Es gibt ein eindrucksvolles altes Gebäude, welches noch aus Völkerbundzeiten stammt.


Daneben wurde ein hässliches neues gestellt... Beide habe ich besichtigt.


In diesem Raum wurde Geschichte geschrieben, u.a. in Form von Verträgen Israels und seiner Feinde


Gleich neben dem UN Gelände hat das Rote Kreuz sein Hauptquartier. Mit ein bisschen Eintritt kann man sich im Museum umschauen und die Geschichte des Roten Kreuzes vom Gründer Henri Dunant bis heute verfolgen.


Inklusive einer Wand von Vermissten-Karteikarten aus dem ersten Weltkrieg.


Und man erfährt auch, was so alles in einem offiziellen Katastrophenhilfe-Paket drin ist.


Auf der Place des Nations erinnert eine Plastik an die Leiden behinderter Menschen; dahinter die Allee mit den Fahnen der UN Mitgliedsstaaten (alle Länder ausser dem Vatikan).


Da das Uhrenmuseum aus unerklärlichen Gründen geschlossen war, schaute ich mich noch bissel in der Stadt um und entdeckte die russische Kirche mit ihrern exotischen Goldkuppeln.


Dann endlich der Aufstieg auf die Kathedrale. Ich war allein dort oben und konnte in aller Ruhe die Aussicht geniessen.


Die Kathedrale innen ganz nett, besonders die Ausmalung einer Seitenkapelle.


Das älteste Haus Genfs, die Maison Tavel. Drinnen einen historische Ausstellung....


...am interessantesten das alte Stadtmodell.


Immer wieder begegnet man in der Stadt Regenbogenfahnen, teilweise mit der Aufschrift "Peace". Ich konnte nicht herausbekommen, ob sie eine Folge des Irakkrieges waren oder die einer allgemeinen Friedensliebe.


In anderem Licht bieten bekannte Ansichten doch immer wieder neue Bilder


Die Fontäne - der Jet d'Eau - im Genfer See ist 140 Meter hoch und die Pumpe hat 1360 PS. Wenn das nicht für einen Rekord gut ist...


Etwas weiter flussabwärts wird ein Teil der Rhone durch ein Wasserwerk geleitet. Ein spannender Anblick - leider im Hintergrund die gar nicht so romantischen Fronten moderner Baukunst


Am nächsten Morgen setzte ich mich auf ein Schiff der Compagnie Generale de Navigation und fuhr gen Lausanne. Auf dem Weg erhaschte ich noch einen näheren Blick vom Fuss der Fontäne.


Die Fahrt auf dem Touristendampfer dauerte über 3 Stunden; unterwegs hielt das Schiff immer wieder in kleinen, mittelalterlich anmutenden Orten.


Genf hatte insgesamt nicht so einen reichen Eindruck gemacht; einige Villen hier am See aber konnte man durchaus als "gross" einstufen.

Anfahrt auf Lausanne. Die Stadt ist ziemlich verworren und hat sich mir nur langsam erschlossen.
Der Hafen dient gleichzeitig als allgemeiner Versammlungsplatz, unter anderem für Skater und Schachspieler aller couleur.
Ich nistete mich in einem Backpackerhostel am Bahnhof ein und begab mich dann auf Abenteuertour. Berge hoch, runter, hoch, runter...
Warten auf den Bus an der Eglise de Saint-Francois
Mein Lonely Planet Guidebook hatte mir eine Stadtführung empfohlen ("kostenlos"), und so stiess ich vor dem Rathaus auf meine Führerin. Wir waren nur drei Touristen und hörten eine Menge Interessantes.
Wir erklommen die überdachten Treppen zur Kathedrale...
...marschierten zum Schloss...
...rasteten am Gerechtigkeitsbrunnen...
...und drangen in den Ratssaal ein.
Ohne meine etwas schwerfällige Begleitung erklomm ich den Kathedralturm. Dort ruft noch immer jeden Tag ab 10 Uhr nachts der Nachtwächter die Stunde aus (hab ich aber leider irgendwie überhört)
Am anderen Ufer des Sees zeigen sich die Berge in der Nachmittagssonne
Ich begab mich weiter auf Entdeckungsreise zum "Rosental", wo sich allerdings abends einige zwielichtige Gestalten rumtrieben. Dort entdeckte ich auch einen der Zivilschutzkeller - laut Guidebook ist die Schweiz bewaffnet und unterbunkert wie sonst kaum ein anderes Land.
Nach längerem Fussmarsch entlang dreister Autostrassen kam ich zum Palais de Justice, wo Menschen einfach die Seele baumeln liessen; eine Gruppe Mexikaner tanzte Volkstänze zum Kassettenrecorder....
...und auf der Toilette gleich daneben werden Spritzen gesammelt...
Den Abend verbrachte ich unten am Hafen (Port d'Ouchi), wo sich die Hotels in ein romantisches Licht hüllten und die Menschen die Abendstimmung genossen.
Bevor ich mich am nächsten Morgen auf den Weg nach Bern machte, verabreichte ich mir ein schmackhaftes Frühstück. Ungarische Salami aus Deutschland (Dank an die Familie für den Reiseproviant) sowie leckeres frisches Brot vom lokalen Bäcker. Den lustig klingenden schweizer Namen habe ich leider vergessen.
Alles - wie hier die Eisenbahn - ist in diesem Teil der Schweiz doppelt und dreifach beschriftet - in Französisch, Deutsch, und Italienisch. Und das in einem Minland mit gerade mal 7 Millionen Einwohnern.
Die Fahrt entlang des Genfer Sees ist einfach traumhaft schön...
Irgendwann biegt man ab gen Norden - nach Bern.
Die Altstadt ist wie aus dem Märchenbuch - wären da nicht die unzähligen Touristen mit modernster Bildtechnik.
Der "Zeitglockenturm" ist zu jeder vollen Stunde Sammelplatz für Menschen von allen fünf Kontinenten.
Die Fusswege in der Altstadt sind fast alle überdacht....
...und viele Geschäfte haben einen "Kellereingang", der oft besonders kreativ gestaltet ist.
Der Streckenzug Marktgasse, Kramgasse und Gerechtigkeitsgasse ist übersät mit historischen Brunnen, die gleichzeitig auch der Verkehrsberuhigung zu dienen scheinen.
Der Aufstieg auf den Münsterturm ist ein unbedingtes Muss, wird einem doch von oben die Struktur dieser mittelalterlichen Stadt so richtig vor Augen geführt.
In östlicher Richtung verläuft sich die Stadt bald ins Grüne...
Im Süden haben die Menschen der Aare kleine Wasserfälle abgerungen, gleich daneben eine Bärenplastik - der Bär ist das Wahrzeichen Berns.
Dass die Schweizer es manchmal genau nehmen, ist ja bekannt...
Östlich der Stadt hat man vom "Rosengarten" einen sehr schönen Blick auf das gesamte Ensemble inklusive des Münsters.
Die Stadt hält auch selbst einige Exemplare von Bären in einem antiken Zwinger - nicht sehr artgerecht und Gegenstand grosser Diskussion. Bald soll ein neues Gehege kommen.
Ich durchstreifte das Botschaftsviertel südlich der Aare und kam zur Monbijoubrücke. Und was sah ich da unten im reissenden Fluss? Badende! Wenig später hatte ich meine Badeklamotten aus dem Hostel geholt und liess mich selbst im Fluss treiben - das aufregendste Badeerlebnis, dessen ich mich erinnern kann!
Am Abend erhoben sich hinter der Stadt die Berge des Berner Oberlands.
Die Mobilfunkfirma "Orange" hatte ein open air Kino ausgerichtet. Und für 19 Franken sah ich auf einer riesigen Leinwand "Love's Brother". Wie romantisch... und wieder macht man sich mal Gedanken über die Familienplanung.
Schweizerduitsch klingt schon manchmal verrückt. Meistens habe ich vorgezogen, English zu sprechen... das versteht man wenigstens fast immer.
Am nächsten Tag ging es mit dem Zug über Interlaken in die Berge, nach Grindelwald. Auf dem Bahnhof Bern überall Soldaten, was mich gleich an Israel erinnerte, ein anderes kleines aufgerüstetes Land.
Es regnete die ganze Fahrt und nieselte noch immer, als ich den Berg zu meiner Jugendherberge in Grindelwald hinaufstieg.
Die Wolken verzogen sich für eine Weile und legten einen Teil Grindelwalds frei.
So auch den Unteren Gletscher
Kaum hatte ich mich auf Wanderung begeben, fing es wieder an zu regnen. Doch ich trotzte dem Wetter. Unterwegs traf ich ein Ehepaar aus Sachsen, und der Mann erklärte mir begeistert, was ich alles in meinen zwei Tagen erwandern könnte. Fürs erste erkletterte ich die Stufen zum Oberen Gletscher...
...mit seiner Gletscherbar.
Selbst im Regen ein Bild wert: ein Wunderwerk der Natur.
Ich wanderte weiter über Milchbach nach Pfingstegg; unterwegs immer wieder über die wunderbaren Aussichten staunend. Ab und zu wurde die nieselnde Stille von einer einsamen Kuhglocke unterbrochen, und nach etwas Suchen tauchte meist auch irgendwo eine Dickhaut im Nebel auf.
In Pfingstegg wurde es mir dann aber doch zu dicke und ich nahm die Seilbahn zurück nach Grindelwald.
Ich konnte mir den Abstecher zur Gletscherschlucht nicht verkneifen, trotz akuter Erkältungsgefahr. Und was für ein Getose! Das Wasser zwängte sich nicht nur durch die enge Schlucht, sondern ergoss sich sogar von den Höhen der Felsen. Ich kam ohne Erkältung davon, aber meine Kamera blinkte dann angesichts so viel Feuchtigkeit doch etwas merkwürdig...
Am Morgen schien die Sonne über Grindelwald, und glücklich machte ich mich auf den Weg zur Männlichen - Seilbahn. Sie ist die längste Europas und brachte mich auf 2222 Meter.
Zum Warmlaufen erklomm ich erst den Männlichen - Gipfel, gemeinsam mit Scharen anderer Touristen, manche davon schon mit Stock aber immer noch Begeisterung bei der Sache.
Von der Männlichen Aussichtsplattform bietet sich ein eindrucksvoller Überblick über die Berge und den Ort Wengen im Tal.
Für diesen Tag war ausserdem ein grosses traditionelles Trachtenfest angesagt. Es waren schon die ersten Musiker zugegen (hier "Peitschenknaller"), doch ich wartete das Fest nicht ab, war ich doch zum Wandern hergekommen.
Der angenehm zu laufende Weg war gesäumt von einem traumhaften Bergfrühling. Überall blühten Blumen und die Bergwiesen erstreckten sich so weit das Auge blickte...
...ausser natürlich auf die Bergspitzen, dort herrscht ewiger Winter.
Der erste Abschnitt meiner Route führte zur kleinen Scheidegg. Sogar Rollstuhlfahrer waren auf diesem Weg unterwegs und genossen die Bergwelt.
Wer gar nicht laufen will, kann natürlich auch mit der Bahn fahren - die Jungfraujoch-Bahn hat den höchsten Bahnhof Europas bei 3454 Metern. Weite Teile der Strecke sind überdacht oder verlaufen in Tunneln.
Klingeling....
An der kleinen Scheidegg geht es sehr touristisch zu. Aber man sieht auch Hartgesottene - wie diese Mountainbikes.
Und endlich kann man sie anfassen - die zeitlosen Bergriesen mit ihren beeindruckenden Gletschern.
Wo der Gletscher zu Wasser wird....
Auf der Moräne des Eigergletschers geht es hinauf zur Bahnstation Eigergletscher - der letzten Bahnstation, die auch zu Fuss erreichbar ist.
Was will man mehr?
Das Grosse Silberhorn
Der Abstieg führte mich entlang der Eiger-Nordwand. Atemberaubende Blicke ins Tal zur Linken und auf die Berge zur Rechten
Unterwegs stösst man immer wieder auf kleine Steinpyramiden - Glücksbringer?
Manche fordern das Risko aber auch heraus...
Bewuchs an einer Felswand
Der Abstieg nach Grindelwald setzte meinen Knochen arg zu, zumal ich keine echten Wanderschuhe anhatte. Oder ist das das Alter??? Eine Sägemühle verschaffte mir nicht nur eine Pause für die Füsse, sondern auch ein kleines Entdeckungsabenteuer.
Nach einer kleinen Pause und einem echten schweizerischen Abendessen (Alpermagaroninen=Makaroni mit Käse, Schinken, und Apfelmus), machte ich mich noch mal auf in die Stadt selbst, die bisher zu kurz gekommen war. Der Bahnhof strahlte in der Abendsonne...
...ein typisches ausführliches Parkverbotsschild...
...und der Untere Gletscher, in dessen Angesicht es sich idyllisch schlafen lässt.
Am nächsten Morgen ging es ab nach Luzern. Vorbei an der Männlichen-Bahn...
...und einer herrlichen Berg- und Seenlandschaft.
In Luzern besichtigte ich zuerst das Löwendenkmal, welches den Schweizerischen Soldaten gewidment ist, die 1792 bei der Verteidigung Louis XVI gestorben sind....
...heute ein sehr touristischer Platz.
Interessant ist die Tour auf der Stadtmauer, man kann drei der Stadttore erklimmen und von oben wechselnde Stadtansichten geniessen.
Die Stadt hat zwei überdachte Holzbrücken, hier ein Blick aus der weniger beachteten Spreuerbrücke.
...und ein Blick hinein.
Luzern ist berühmt für die bunt bemalten Häuser.
...
...vor allem aber für seine Kapellbrücke.
Die Jesuitenkirche - ein barockes Prachtstück.
In der mir verbleibenden Stunde machte ich einen Abstecher zum Hotel Gutsch...
... und fand den Überblick, den ich in jeder Stadt zu finden suche.
Nächster Stop war Zürich... Wieder eine Stadt mit viel alter Substanz, an der Mündung eines Flusses in einen See gelegen. Diesmal mündet der (die?) Limmat in den Zürichsee. In der Jugendherberge traf ich einen Amerikaner, der hier seine erste Überseereise absolvierte. Wir kamen gut miteinander klar, obwohl er erst ein sophomore im college war. Also entdeckten wir die Stadt gemeinsam.
Berühmt ist die Bahnhofsstrasse mit ihren vielen Geschäften und unterirdischen Geldbunkern. Der Paradeplatz ist ihr finanzieller Höhepunkt.
Überall begegnen einem Schlipsträger.
Sogar auf den Liegestühlen machen sie sich breit :-). Ob das ein Leben für mich wäre? Ich weiss nicht...
Frau Antje am Käsestand (oder wie heisst sie hier?) auf dem kleinen Marktplatz
Blick vom Grossmünster über die Innenstadt
Das Fraumünster war total eingerüstet, aber wenigstens konnte man von innen die Chagall-Fenster bewundern.
Der Lindenhof. Keine Gaststätte, sondern Platz der ersten römischen Siedlung um 15 vor Christus.
Gelebt habe ich meist aus dem Rucksack. Eine der beiden grossen Supermarktketten der Schweiz (Coop) hatte immer irgendwas nahe dem Verfallsdatum. Und dann war es 25 oder sogar 50% billiger. So hatte ich eine abwechslungsreiche und (relativ) preiswerte Kost.
Am Abend liefen wir das Ostufer entlang und pausierten an einem kleinen Yachthafen, um unseren "50% billiger" Obstkuchen zu verspeisen.
Ein Stückchen weiter liegt eine kleine idyllische Badeinsel, wo wir uns vom Stadtmarsch ausruhten...
...bevor wir uns zurück in die Stadt machten und am Utoquai den Strassenmusikanten zuhörten.
Nachts zog ich noch mal an den Fluss, um beim Anblick der Petrikirche mit ihrem riesigen Ziffernblatt mein letztes Stück Käse zu verspeisen.
Wir waren in ein Backpackerhostel in die Marktgasse in die Innenstadt gezogen... so hohl, wie dieses Gässchen auch scheint, nachts erfüllt es sich mit Leben, das einem durchaus den Schlaf rauben kann. Fast so schlimm wie das japanische Pärchen im Bett unter mir...
Am nächsten Morgen ging es auf zum Bahnhof für die Fahrt nach Sankt Gallen.
Andere begnügten sich mit einem der trendigen BMW-Motorroller für Executives und Bankangestellte...
Sankt Gallen ist berühmt für Kathedrale und Abtei...
Die Kathedrale ist wirklich gigantisch...
...und der Führer erläuterte alles ausführlich - wie hier das edle Chorgestühl.
Eindrucksvoll auch die Stiftsbibliothek mit ihren alten Handschriften und einer mehr als ausführlichen Führung. Fotos waren strikt verboten - also hier ein Eindruck via Postkarte.
Auch sonst ist die Stadt schön, wenn mich auch in der x-ten mittelalterlichen Stadt der letzten Woche nicht mehr viel vom Hocker reissen konnte...
Schicke Balkons
Immer den Durchblick behalten!
Traut man sich in den Stadtpark mit seiner Pennerwiese, kann man auch andere interessante Gebäude und moderne Kunstwerke entdecken.
Mit Überblick war in St. Gallen wenig zu machen; die vielen Stufen hinauf zum Blumenberg hielten nicht, was sie versprachen... aber immerhin hab ich ein paar Dächer zu sehen bekommen...
Von Sankt Gallen aus fuhr ich zum Bodensee, vorbei an niedlichen Obstplantagen...
Mit der Fähre ging es nach Friedrichshafen. Von dort war es nur noch ein Katzensprung nach Ravensburg, wo ich nach ewiger Zeit endlich mal wieder alte Familie besuchte.
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